sinnzentrierte Psychotherapie

Logotherapie

Im gemeinsamen existenziellen Gespräch werden die aktuelle Situation in all ihren leid- wie auch freudvollen Facetten erkundet und die in diese Situation führenden Wege sowie die in die Zukunft weisenden Möglichkeiten beleuchtet. Gemeinsam arbeiten wir verbliebene Freiräume der Handlung, des Erlebens und der Einstellung heraus. Das existentielle Gespräch stärkt die Person in ihrer Personalität, in ihrer geistigen Freiheit sowie auch in ihrer persönlichen Verantwortung. Es führt den Menschen hin zu seinem eigentlichen Wesen, nämlich zu existieren, d. h. das Hier und Jetzt voll und ganz zu erfassen und den Sinn des Augenblicks zu entdecken und zu erfüllen.

»Ich muss mir doch von mir selbst nicht alles gefallen lassen!«

V. Frankl

SCHWERPUNKTE

Burn-out / Bore-out Syndrom

„What is to give light, must endure burning.“ (Viktor Frankl)

Immer mehr Menschen sind heute von Symptomen des Ausgebranntseins (Burnout) betroffen – und nicht wenige haben ähnliche Anzeichen aufgrund von Langeweile und Unterforderung (Bore-out). Die Symptomatik ist vielfältig und individuell, sie reicht von Erschöpfung über Konzentrations- und Gedächtnisprobleme, Gefühl des Ungenügens sowie körperliche Schmerzen bis hin zu Gleichgültigkeit und sozialem Rückzug. Die Gefahr der Chronifizierung und Ausbildung einer Depression ist groß.

Meist trifft es Menschen mit sehr engagiertem, hilfsbereiten und hoffnungsvollen Charakter, denen leider die selbstschützende Kompetenz der rechten Abgrenzung fehlt. Auch beziehen sie ihren Selbstwert oft aus äußerer Anerkennung. 

Beim Burn-out überfordert sich dieser Charaktertyp meist selbst, wird aber auch gerne von anderen ausgenutzt, wohingegen beim Bore-out das Engagement zumeist  übersehen wird und man sich unterfordert fühlt. Bei beiden Syndromen leiden die Menschen dreifach: an ihrem großen Engagement, an ihrer mangelnden Abgrenzungsfähigkeit sowie am äußeren System – bei Burn-out an Überforderung, bei Bore-out an Unterforderung.

Gerade die Sinnorientierung der Logotherapie und der Blick auf die innere Wertewelt sowie die Möglichkeit ihrer Verwirklichung hilft den Betroffenen, wieder in ein inneres Gleichgewicht zu kommen und Wege zu finden, den inneren Sinnhorizont anzusteuern und zu verwirklichen.

 
Dysthymia

Den Nebel der Schwermut zerreißen

Dysthymia ist der modernere Begriff für Melancholie. Hierunter versteht man eine mehrere Jahre anhaltende, gedrückte, traurige, oft mit Pessimismus verbundene Gestimmtheit, die zwar nicht den Alltag einschränkt, aber dennoch für unterschwelliges Leid durch eine gewisse Grundtraurigkeit sorgt. Es ist noch keine Depression, jedoch eine dauerhafte depressive Verstimmtheit.

In der sinnzentrierten Psychotherapie werden wir zur Besserung der Stimmung sowohl einen anderen Blick auf das Menschsein als auch auf die in jeder Situation schlummernden Möglichkeiten der Sinnerfüllung erlernen. Hierfür bietet sich hervorragend das von Elisabeth Lukas entworfene „Sinnsensibilisierungstraining“ an.

 
Depression

Der Depression ein Schnippchen schlagen! 

Es gibt viele Formen und graduelle Abstufungen von depressiven Episoden. Allen gemeinsam ist ein mehr oder weniger leidvolles Gefühl der Niedergeschlagenheit, ein negativer Blick auf sich, die Welt und die Zukunft, ein verminderter Antrieb und der Verlust der Freude bzw. des Interesses an Dingen, die sonst Freude bereitet haben. Zudem treten körperliche Symptome wie Schlafstörungen, Morgentief, sexuelle Lustlosigkeit und Appetitverlust sowie Schmerzhaftigkeit diverser Körperregionen auf. 

Die negative Verstimmung ist real, wirkt lähmend und lässt den Alltag sowie das ganze Leben als schwer, grau und wertlos erleben. Oft sind hierfür lebensgeschichtliche Ereignisse sowie bestimmte Denkmuster verantwortlich. (Mögliche organische Funktionsstörungen müssen unbedingt vorher medizinisch abgeklärt werden!) 

Mit der Logotherapie lässt sich der Depression ein Schnippchen schlagen. Das Herausarbeiten der in einem schlummernden Ressourcen, das Erkennen der Sinnhorizonte sowie die behutsame Aufdeckung leiderzeugender Denkinhalte und deren schrittweise Umgestaltung in lebensdienliche Einstellungen helfen dabei, alsbald wieder „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen.

 
Psychische Belastungsreaktionen

„Ich muss mir doch von mir selbst nicht alles gefallen lassen!“ (Viktor Frankl)

Manchmal treffen uns Ereignisse oder verändern sich Lebenskontexte so stark, dass wir diese und uns selbst nicht mehr richtig verstehen, nicht richtig einordnen und verarbeiten können und wir darüber ängstlich und depressiv verstimmt werden. 

Gegen sogenannte Anpassungsstörungen, besonders wenn sie sich mit depressiver Verstimmtheit ungewöhnlich lange hinziehen (z. B. eine nicht verschwinden wollende Trauer, Verlust- und Trennungserfahrungen etc.), ist Logotherapie gerade durch den Ansatz der „Trotzmacht des Geistes“ das probate Mittel. Hierbei erfährt man sich wieder als „der Herr im eigenen Hause“, lernt seine Fähigkeiten zur Selbstdistanzierung und Selbsttranszendierung richtig einzusetzen und gewinnt wieder Sicherheit über seine eigenen Gefühle sowie die erlebte Situation.

 
Ängste/Phobien

Der Angst ins Gesicht lachen!

Angst ist eine natürliche und äußerst hilfreiche Reaktion, die uns bei Gefahr das Leben retten kann. Jedoch gibt es Ängste, die den Situationen und Erlebnissen nicht mehr adäquat sind und unser Leben zur Qual werden lassen. 

Zu solchen, nicht lebensdienlichen Ängsten zählen die immer wieder plötzlich und meist unbegründet auftauchenden Panikattacken, die einen ständig begleitende, generalisierte Angst sowie die unverständliche, gesteigerte Angst vor bestimmten Situationen und Orten (soziale Phobie, Agoraphobie etc.) sowie Gegenständen oder Lebewesen (Spritzen-, Tierphobie etc.).

Besonders den Phobien liegt meist ein teuflischer Angstkreislauf zugrunde, den es zu durchbrechen gilt. Mit der logotherapeutischen Methode der Paradoxen Intention lernt man, der Angst buchstäblich ins Gesicht zu lachen und ihr damit ganz wörtlich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Gerade der hier therapeutisch eingesetzte Humor hilft dabei, zu sich und zu der gespenstisch riesigen Angst in Distanz zu gehen und den Kreislauf zu durchbrechen.

 
Zwänge

Den Zwang bei den Hörnern packen und mit ihm tanzen!

Zwänge treten auf als Vorstellungen, immer wiederkehrende Gedanken und Impulse oder als Handlungen. Sie werden als unsinnig erkannt und sind für den Betroffenen sehr lästig und leidvoll. Besonders die Zwangshandlungen lassen das Leben qualvoll und oft nicht mehr lebenswert erscheinen. Hierbei spielen Ängste eine sehr große Rolle, die durch ritualisierte Handlungen in den Griff zu bekommen versucht werden. 

Auch hier hilft die Paradoxe Intention der Logotherapie, indem sie in humorvoller und überzogener Weise die Befürchtungen, die durch die Zwangshandlungen in Schach gehalten werden sollen, herausfordert und sich diesen aktiv stellt und sie damit ad absurdum führt.

 
Somatoforme Störungen 

„Schäfchen zählen“ gegen den Schmerz

Die Betroffenen klagen oft über mehr oder weniger starke und mehr oder weniger diffuse Schmerzen in bestimmten oder in wechselnden Körperregionen. Trotz vielfacher und eingehender medizinischer Untersuchungen können keine körperlichen Ursachen dafür gefunden werden. Dadurch fühlen sich die Patienten den Schmerzen ausgeliefert und können oftmals ihren Alltag nicht mehr bewältigen. 

Den Somatisierungsstörungen liegen nicht selten eine gesteigerte Aufmerksamkeit auf körperliche Reaktionen sowie eine Sehnsucht nach Anerkennung und Entlastung zugrunde, was häufig auf einen mangelnden oder verfehlten Sinnhorizont zurückzuführen ist. 

Logotherapeutisch wirksam ist die Methode der Dereflexion. Damit wird die gesteigerte Aufmerksamkeit auf einen die eigene Person übersteigenden Sinn gelenkt. Die Funktionsweise ist wie das berühmte „Schäfchen zählen“ bei Einschlafproblemen. Hier ist jedoch therapeutisch wichtig, dass nicht auf so irgendetwas wie Schäfchen dereflektiert wird, sondern dass hierfür zuvor ein brauchbarer Sinnhorizont herausgearbeitet wird. 

Preise und Angebote

In der Regel sind die Kosten für heilpraktische Behandlungen privat zu tragen, jedoch gibt es die Möglichkeit einer teilweisen oder ganzen Kostenübernahme durch eine Heilpraktiker-Zusatzversicherung.

Einzelberatung:      80,- € / 60 Min.

Paarberatung:        120,- € / 60 Min.

Gruppenberatung:  nach Absprache

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